Vier Zeiten

Harrie: Hirnblutungen

Fuck! Silvano und Marianna müssen eine noch viel abgefucktere Familie haben als ich. Ich dachte echt wir können jetzt nach dem ganzen Trouble zuletzt mal entspannen und ich meine Gedanken mal wieder ordnen und mir den Rest von der Seele schreiben. Stattdessen hänge ich hier und schreib den aktuellen Scheiß auf der nicht mal mein Scheiß ist.
Stefano, der Bruder von Marianna, wollte sich mit ihr treffen und ich bin mit weil der Kerl irgendwas hat was für uns ganz und gar nicht gut ist. Klar, dass das keine gute Idee war zu einem Typen zu fahren den Feen nicht sehen können und der durch unsere Illusionen durchguckt wie durch eine frisch geputzte Brille. Der verdammte Arsch war natürlich nicht Zuhause stattdessen hatte er ein paar Todesfallen in seinem Haus installiert. Das ganze Ding wäre beinahe mit uns in die Luft geflogen. Es ist in die Luft geflogen, aber ohne uns. Es scheint als steht der Kerl auf so eine komische Bullentrulla, jedenfalls tauchte die direkt auf und er hatte eine Nachricht für Marianna aufgenommen, dass sie sie jetzt gesehen hätte und einen Ort an den wir als nächstes sollten. Wir Idioten sind natürlich hin. Es lag quasi auf dem Weg Carsten wollte in so ein Kaff, weil er da einen Auftrag vom Caterer für die Party angenommen hat, so ein anderes abgefucktes Problem. Jedenfalls waren da zum Glück weniger Todesfallen. Es hat uns nur das Gehirn komplett zerballert. Der kranke Arsch hat Frauen aus einem Hochzeitskatalog im Internet, da lagen sogar noch die Accountdaten rum, die ein bisschen aussahen wie seine Flamme gefoltert und auseinander gepflückt. Ein noch viel krankeres Schwein hat eine Kritik dazu geschrieben, vielleicht war es das Schwein auch selbst. Ich will wirklich nicht hoffen, dass es zwei so kranke Idioten gibt. Ich hab mir meine dreckige Seele noch nie so aus dem Leib gekotzt. So krank ist echt nicht mal eine wahre Fey. Bei Fey kommt mir auch wieder in den Sinn das alle Hoffnungen das es nicht mehr so Schweine gibt einen Tick zu Optimistisch sind angesichts der Tatsache, dass das ganze nach einem verfickten verpatzten Schutzmagie Ritual aussieht, wenn das die Schutzmagie der Deppen ist will ich jedenfalls nicht wissen wie andere Rituale aussehen.
Bacharach, das Kaff mit der Arbeit die Carsten angenommen hat, ist dagegen fast ein Kindergeburtstag. Zumindest geht es um Kinder, ein abgefuckter Killer metzelt sich da durch eine Schulklasse und lässt die ganze Geisterwelt mit der negativen Energie verrücktspielen. Im Ort lebt laut Carstens Caterer eine böse Person. Albert Gutman hat sich bei einem Besuch als Alberich der Zwergenkönig herausgestellt. Er hat uns mit Maschinengewehren als Gäste begrüßt.
Haben den Geisterpolizisten Frank getroffen. Er wird von Rittern gejagt die versuchen ihn zu töten. Die Ritter sind vermutlich die Ritter aus der Loreley. Frank meint er war dem Mörder auf der Spur und wurde von einem Unnatürlich starken Mann verprügelt und mit mehreren Kugeln erschossen. Er glaubt, dass sein Kollege Georg irgendwie mit drin hängt der versucht alles möglichst unter der Decke zu halten. Bislang gab es abgesehen von Frank drei Opfer. Alle Opfer besuchten die gleiche Klasse und ihr Gehirn wirkte irgendwie unnatürlich durchmischt. Das erste Opfer, ein Junge, hatte sich vor seinem Tod Werkzeug und eine Taucherbrille beschafft. Das zweite Opfer eine seiner Klassenkameradinnen starb in ihrem Zimmer eingeschlossen unter extasischem Stöhnen. Das dritte Opfer war eine Freundin des ersten Opfers, sie war vor ihrem Tod bei einem Jugendtreff. Hoffentlich kommen wir bald dahinter was da los ist.

Loreley
Clemens Brentano

Zu Bacharach am Rheine
wohnt’ eine Zauberin,
die war so schön und feine
und riß viel Herzen hin.
Und machte viel zuschanden
der Männer rings umher,
aus ihren Liebesbanden
war keine Rettung mehr!
Der Bischof ließ sie laden
vor geistliche Gewalt
und mußte sie begnaden,
so schön war ihr’ Gestalt.
Er sprach zu ihr gerühret:
“Du arme Lore Lay !
Wer hat dich denn verführet
zu böser Zauberei ?”
“Herr Bischof, laßt mich sterben,
ich bin des Lebens müd,
weil jeder muß verderben,
der meine Augen sieht’
Die Augen sind zwei Flammen,
mein Arm ein Zauberstab –
schickt mich in die Flammen,
o brechet mir den Stab!”
Ich kann dich nicht verdammen,
bis du mir erst bekennt,
warum in deinen Flammen
mein eignes Herz schon brennt!
Den Stab kann ich nicht brechen,
du schöne Lore Lay!
Ich müßte denn zerbrechen
mein eigen Herz entzwei!
“Herr Bischof, mit mir Armen
treibt nicht so bösen Spott
und bittet um Erbarmen
für mich den lieben Gott?
Ich darf nicht länger leben,
ich liebe keinen mehr, –
den Tod sollt Ihr mir geben,
drum kam ich zu Euch her!
Mein Schatz hat mich betrogen,
hat sich von mir gewandt,
ist fort von mir gezogen,
fort in ein fremdes Land.
Die Augen sanft und wilde,
die Wangen rot und weiß,
die Worte still und milde,
das ist mein Zauberkreis.
Ich selbst muß drin verderben,
das Herz tut mir so weh,
vor Schmerzen möcht’ ich sterben,
wenn ich mein Bildnis seh´.
Drum laß mein Recht mich finden,
mich sterben wie ein Christ,
denn alles muß verschwinden,
weil es nicht bei mir ist!“
Drei Ritter läßt er holen:
“Bringt sie ins Kloster hin!
Geh, Lore! Gott befohlen
sei dein berückter Sinn!
Du sollst ein Nönnchen werden,
ein Nönnchen schwarz und weiß,
bereite dich auf Erden
zu deines Todes Reis’ !“
Zum Kloster sie nun ritten,
die Ritter alle drei
und traurig in der Mitten
die schöne Lore Lay.
“O Ritter, laßt mich gehen
auf diesen Felsen groß,
ich will noch einmal sehen
nach meines Lieben Schloß.
Ich will noch einmal sehen
wohl in den tiefen Rhein
und dann ins Kloster gehen
und Gottes Jungfrau sein!”
Der Felsen ist so jähe,
so steil ist seine Wand,
doch klimmt sie in die Höhe,
bis daß sie oben stand.
Es binden die drei Reiter
die Rosse unten an
und klettern immer weiter
zum Felsen auch hinan.
Die Jungfrau sprach: “Da gehet
ein Schifflein auf dem Rhein,
der in dem Schifflein stehet,
der soll mein Liebster sein !
Mein Herz wird mir so munter,
er muß mein Liebster sein !”
Da lehnt sie sich hinunter
und stürzet in den Rhein.
Die Ritter mußten sterben,
sie konnten nicht hinab;
sie mußten all´ verderben,
ohn´ Priester und ohn´ Grab!
Wer hat dies Lied gesungen?
Ein Schiffer auf dem Rhein,
und immer hat´s geklungen
von dem Dreirittetstein:
Lore Lay!
Lore Lay!
Lore Lay!
Als wären es meiner drei!

Comments

S_Ungeziefer dresyx

I'm sorry, but we no longer support this web browser. Please upgrade your browser or install Chrome or Firefox to enjoy the full functionality of this site.